Sat-Receiver, TV, IT & Co.
Hoffentlich gut geschützt.

Über 2 Mio. Volt und Temperaturen von 20.000 Grad Celsius! So viel zu den „technischen Daten“ von Blitzen. 2009 verursachten Blitzeinschläge über 200 Mio. Euro Schäden an Gebäuden und Einrichtungen. Gut, wenn die Elektroanlage Ihre wertvollen Geräte zuverlässig davor schützen kann.
Was ist so gefährlich an Blitzen?
Jeder Blitz erzeugt ein starkes elektrisches und magnetisches Feld, dessen immense Spannung sich in Bruchteilen von Sekunden entlädt. Das kann Überspannungen hervorrufen, die ausreichen, um elektrische Geräte zu zerstören.
Aber doch nur, wenn er direkt einschlägt?
Das denken viele. Tatsache ist: Schon Blitzeinschläge in 3 km Entfernung können zu gefährlichen Überspannungen führen. Schlägt der Blitz direkt oder bei einem Ihrer Nachbarn ein, ist ein Schaden meist vorprogrammiert – falls keine Schutzmaßnahmen eingebaut wurden.
Was kann man dagegen tun?
Ein wirkungsvolles Überspannungs-Schutzkonzept für Wohngebäude besteht aus mehreren Stufen. Die erste Stufe, der Anlagenschutz, bezieht alle Leitungen ein, die vom Außenbereich kommen und zu einem Endgerät führen: also die gesamte Stromversorgung, die Antennen- und Telefonanlage sowie alle Datenleitungen. Hier geht es darum, die Überspannung möglichst gar nicht in die Anlage eintreten zu lassen – oder zumindest den Großteil der Energie gegen die Erde abzuleiten.
Werden Endgeräte extra geschützt?
Klar, der Endgeräteschutz ist wichtiger denn je. Denn überall stehen heute elektronische Geräte: Fernseher, Stereo- und SAT-Receiver, PCs und Notebooks, Kommunikationsgeräte. Aber auch Mikrowelle, Kühlschrank, Spül- und Waschmaschine, Alarmanlagen und die Heizungssteuerung tragen elektronische Bauteile in sich, die sehr empfindlich sind. Sie alle können durch Überspannung auf einen Schlag großen Schaden nehmen.
Und das könnte teuer werden!
Richtig. Oft ist der Verlust des betroffenen Geräts nicht der einzige Schaden. Sind die Daten erst einmal weg und gibt es keine Sicherungs-CD, ist der Ärger groß. Der PC kann ersetzt werden, die Daten und Bilder nicht. Deshalb sollten Überspannungsschutzschalter eingebaut werden, die zuverlässig auslösen. Eine Hundertstelsekunde länger kann schon zu spät sein.
» Überspannungsschutz
Überspannungsschutz
Ein leistungsstarker Überspannungsschutz für die Stromversorgung von Wohngebäuden gliedert sich in drei Schutzstufen. Voraussetzung ist ein funktionierendes Erdungssystem mit einem Potentialausgleich, d.h. die Verbindung aller metallischer Leitungen mit dem zentralen Erdungspunkt.
Stufe 1
führt die hohen Blitzströme vor dem Eintritt in die Elektroanlage ab und minimiert die verbleibende Überspannung.
Stufe 2
minimiert Überspannung und führt einen Großteil der Energie gegen Erde ab.
Stufe 3
führt die restliche Überspannung vor dem Geräteeingang gegen Erde ab.
» Zu prüfen ist u. a.
Zu prüfen ist u. a.
- Sind bestimmte Abstände im Schutzbereich eingehalten?
- Wurden Materialien der Installationen nach den Umgebungsbedingungen ausgewählt?
- Ist die Erdung der Elektroanlage und aller Geräte intakt?
- Lösen Einrichtungen wie Überspannungs- Schutzschalter und FI-Schutzschalter innerhalb der vorgeschriebenen Abschaltzeiten und Stromstärken aus?
Die SAT-Anlage muss in den Blitz- und Überspannungsschutz aufgenommen werden.
Über spezielle Steckdosen, Steckerleisten und Steckdosenadapter mit integriertem Überspannungsschutz werden die Endgeräte sicher mit dem mehrstufigen Schutzkonzept verbunden.
Überspannungen werden vor allem durch Blitzeinschläge in bis zu 3 km Entfernung ausgelöst, seltener auch durch Schwankungen im Stromnetz oder durch Einschalten eines Endgerätes im eigenen Haushalt.
