Vertrauen ist gut: Prüfen ist besser.
Elektroarbeiten dem Fachmann überlassen.

Grün-gelb, blau oder braun – welches Kabel ist das richtige? In einem Action-Thriller darf diese Frage die Spannung steigern. Aber das echte Leben ist auch so schon spannend genug – da sollte man die Elektroarbeiten lieber dem Fachmann überlassen.
Wie ist die Rechtslage, wenn durch eine defekte Elektroanlage ein Sachschaden entsteht?
Klarer Fall: Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. Als Mieter ist man für den einwandfreien Zustand der verwendeten Elektrogeräte verantwortlich. Und Vermieter müssen den ordnungsgemäßen Zustand der Elektroanlage nachweisen können. Da hilft es auch nichts, wenn sie sich auf Unkenntnis der technischen Vorschriften oder darauf, nichts über den Zustand der Elektroanlage zu wissen, berufen. So will es das Gesetz.
Was kann der Einzelne tun für den sicheren Umgang mit Elektrizität, mal abgesehen vom E-CHECK?
Zum einen sollten Sie auf die offiziellen Prüfzeichen an Elektrogeräten achten und auch Gebrauchtgeräte kritisch unter die Lupe nehmen, bevor sie bei Ihnen zuhause in Betrieb gehen. Zum anderen sollten jegliche Veränderungen oder Erweiterungen an Elektroanlagen immer nur vom Fachmann ausgeführt werden.
Im Baumarkt gibt´s doch fast alles, was man braucht.
Jede Steckdose, jeder Lichtschalter, jede Wand- oder Deckenleuchte kann, wenn sie nicht fachgerecht installiert wird, zur Gefahrenquelle für alle Personen im Haushalt werden. Vor allem dann, wenn es sich um Billigprodukte handelt, die unseren Qualitätsanforderungen nicht gerecht werden.
Darf man selber was reparieren, zum Beispiel ein poröses Kabel mit Isolierband kleben, oder einen defekten Stecker selber austauschen?
Laien sollten in jedem Fall die Finger von Elektroinstallationen lassen: Bei einer nicht fachgerechten Installation zahlt die Versicherung im Schadensfall keinen Cent. Und ein selbst repariertes Elektrogerät kann im Nu zum Brandherd werden.
Auch wenn man damit Geld sparen kann?
Da wäre ich mir nicht so sicher. Wer am falschen Platz spart, zahlt am Ende viel mehr als die fachgerechte Ausführung normalerweise gekostet hätte. Und mal ehrlich: Ist es das Risiko wirklich wert?
Auf welche Zeichen Sie achten sollten:
CE-Zeichen
Mit dem CE-Zeichen dokumentiert der Hersteller, dass sein Produkt die Mindestanforderungen an Sicherheit und Gesundheitsschutz der entsprechenden europäischen Richtlinien einhält. Gültig in Europa.
GS-Zeichen
Im Gegensatz zum europäischen CE-Zeichen ist das GS-Zeichen ein ausschließlich deutsches Sicherheitszeichen. Es zeigt an, dass eine zugelassene GS-Prüfstelle nach gründlicher Untersuchung festgestellt hat, dass das Produkt alle Sicherheitsanforderungen erfüllt. Die Prüfung ist für den Hersteller freiwillig und nicht vom Gesetzgeber vorgeschrieben.
VDE-Zeichen
Elektrotechnische Produkte mit VDE-Zeichen sind anhand anerkannter Normen vom Prüf- und Zertifizierungsinstitut des VDE (Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik) in Offenbach auf elektrische, mechanische und weitere Gefährdungen geprüft worden. Der VDE ist einer der großen europäischen Verbände für Branchen und Berufe der Elektro- und Informationstechnik – und ein internationales Institut, das Produkte prüft, Normen definiert und Experten in Forschung und Wissenschaft unterstützt.
Gerade wenn es um Elektrotechnik geht, ist die umfassende Kompetenz des Elektrofachmanns gefragt. Handwerkliches Know-how und der Einsatz von passenden Markenprodukten ist die einzige Garantie für größtmögliche Sicherheit. Wer sich vertrauensvoll an den E-Handwerksbetrieb wendet, kann sich deshalb darauf verlassen, nicht nur professionellen Service aus einer Hand zu erhalten, sondern auch Qualität zu erwerben.


